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WARUM ICH MITGLIED BEI UNTERNEHMENSGRÜN BIN

Johannes Angele - Angele Maschinenbau, Schmiedefeuer, Rauchgasreinigung Ochsenhausen (Ba.-Wü.)

Stephan Baldin - tex-point Martini-Sommer GmbH & Co.
, Aachener Stiftung Kathy Beys

Gaby Danner - Unternehmensberatung, Hamburg

Edith Memmel, Keramik-Werkstatt Burgstall Mitwitz (Bayern) und Rügen

Georg Salvamoser - Solar-Fabrik GmbH, Freiburg

Christoph Steinhardt - RST Stahlbau GmbH & Co. KG, Niederlauer (Bayern)

Ines Wrusch, Innenarchitektin HAK, Hamburg

 

      7 Antworten  
     
 


7 GUTE GRÜNDE FÜR UNTERNEHMENSGRÜN


Johannes Angele
(Dipl.-Ing. FH) Angele Maschinenbau Schmiedefeuer, Rauchgasreinigung Ochsenhausen (Ba.-Wü.)

Schon immer hat mich gestört, daß von Unternehmerseite massive Forderungen zur Lockerung der Umweltauflagen kamen, daß sie mit hohem Finanzeinsatz Lobby-Arbeit betreiben, um Abgeordnete und Behörden zu beeinflussen.

Ich kann nicht akzeptieren, daß Unternehmer weiterhin ans grenzenlose Wachstum glauben und letztlich nur kurzfristige Perspektiven entwickeln, nach dem Motto: Nach uns die Sintflut. Bei den meisten Unternehmern steht die Gewinnmaximierung im Vordergrund und ich vermisse soziales Verantwortungsgefühl.

Als ich über die Lokalpresse von der Gründung eines ökologisch orientierten Unternehmerverbandes erfuhr, der sich politisch einmischen und der eine andere Lobby-Arbeit machen wollte, war ich sofort entschlossen, da mit zu machen, auch ohne daß ich die Leute von UnternehmensGrün näher kannte.

Dieser Vertrauensvorschuß wurde nicht enttäuscht. Ich bin angenehm überrascht über die kompetenten Mitglieder und das gute zwischen-menschliche Klima. Die Teilnahme an einer Mitgliederversammlung ist nicht langweilig, wie bei den meisten Vereinen, sondern unterhaltsam, locker, informativ und effektiv.


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Stephan Baldin tex-point Martini-Sommer GmbH & Co
Aachener Stiftung Kathy Beys

Warum ich zwei Mitglieder bei UnternehmensGrün bin

Im Februar 1993 habe ich das erste Mal von UnternehmensGrün gehört. Ich war damals auf der Suche nach einem ökologischen Engagement, in dem ich Impulse erfahren kann. Mein Unternehmen tex-point Martini-Sommer GmbH & Co. KG ist im Heimtextilieneinzelhandel tätig, wir verkaufen in Fachmärkten ganz konventionell Betten & Gardinen. Ich habe dieses Engagement bewusst als Ergänzung, als Anregung gesucht und nicht etwa, weil ich ein "Öko-Händler" bin.

Bei UnternehmensGrün hat mich von Anfang an fasziniert, dass dort ökologische Lobby-Arbeit geleistet wird und nicht nur kurzsichtige Interessenklüngelei.

Ich habe zuerst im Umfeld von UnternehmensGrün, später als Mitglied und als Vorstand genau das gefunden, was ich gesucht habe: Interessante Gespräche, kreative Denkansätze, die über den (All-)Tag hinaus reichen, und vor allem tolle Leute. Die Zusammenarbeit mit den anderen VorständlerInnen gehört mit zu meinen positivsten Erlebnissen der letzten Zeit.

Aus dem Nachlass meiner vor zwei Jahren verstorbenen Frau ist die Aachener Stiftung Kathy Beys entstanden, die eine der grossen deutschen Umweltstiftungen wird. Die Stiftung fördert als Schwerpunkt nachhaltiges regionales Wirtschaften, vor allem in der Region Aachen und der Euregio Maas-Rhein, also im Dreiländereck von D-NL-B.

Heute bin ich zwei Mitglieder, denn auch die Stiftung ist Mitglied bei UnternehmensGrün. Die Stiftung ist Sponsor der nächsten Jahrestagung in Köln - dort kann man mehr über sie erfahren.


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Gaby Danner Unternehmensberatung Hamburg

  • weil es mir irgendwann nicht mehr gereicht hat, alle vier Jahre ein Kreuzchen zu machen und dann bis zur nächsten Wahl den Mund zu halten,
  • weil es mir nicht mehr egal ist, welche Politik im Namen von Wirtschaft, Wachstumsgläubig-keit und angeblicher Standortsicherung gemacht wird,
  • weil ich es unerträglich finde, daß mit unseren Steuergeldern die Vernichtung von Arbeits-plätzen finanziert wird,

  • weil ich regelmäßig wütend werde, wenn ich die Publikationen der Handelskammer lese - bei der ich Zwangsmitglied bin und die mit meinen finanziellen Beiträgen und angeblich in meinem Namen ihre hirnlosen Kommentare zum Thema Wirtschaft und Ökologie veröffentlichen,
  • weil ich nur im Verbund mit Gleichgesinnten eine Änderung der bisherigen Politik fordern kann,
  • weil ich mir auf der Suche nach meiner Interessenvertretung die Thesen, Programme, Zielsetzungen der Parteien und anderer Verbände (BUND, B.A.U.M. usw.) angeschaut habe,
  • weil ich nur bei UnternehmensGrün mein diffuses, allgemeines Unbehagen in Worte gefaßt und in realistische Forderungen an die Politik formuliert fand,
  • weil ich dort Denkanstöße, Impulse, Informationen, Austausch, Unterstützung bekam und bekomme,
  • weil ich bei UnternmehmensGrün viele liebenswerte, kluge und uneitle Menschen getroffen habe, denen es um die Sache und nicht um Selbstdarstellung und Ausleben von Profilneurosen geht
  • und weil ich mit diesen Menschen auch mal feiern, lachen, tanzen und alle Fünfe gerade sein lassen kann


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Edith Memmel Obermeisterin Keramik-Werkstatt Burgstall Mitwitz (Bayern) und Rügen

Einen eigenen Betrieb haben: darunter habe ich mir nie vorgestellt, mich nur mit Produktion, Verkauf und Personal herumzuschlagen. Aber zu den Hochzeiten der Ökologie- und Friedensbewegung war es nicht einfach, das Interesse an
wirtschaftlichen Fragen mit denen nach der "Zukunft des Globus" zusammenzubringen. Die in Initiativen und rasch wachsender grüner Partei Aktiven hatten für wirtschaftliche Fragen keinen Blick. Und die Berufsverbände waren damals wie heute für ökologische Fragen, und für eine Umgestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft, nicht gerade aufgeschlossen.

Die Gründung von Unternehmens-Grün habe ich da als eine große Chance gesehen. Eine Stimme "mitten aus der Wirtschaft", die ökologisches und nachhaltiges Wirtschaften zum Standardmodell in unserem Land machen will - und dafür aber nicht nach dem Staat greint, sondern als Pionier mit dem eigenen innovativen Beispiel vorausgeht; ein professionelles Team, das über die Rolle von Frauen als Pionierinnen für innovative Modelle in der Arbeitsorganisation nicht lange hin- und herreden muß, sondern sie aktiv fördert. Und der weit und breit einzige Verband, der auch politisch unbequeme Konzepte und Debatten laut und deutlich anstößt, weitertreibt und dabei kein Tabu und keine Berührungsangst kennt .

Heute ist das Vorstandsamt bei UnternehmensGrün die beste Nebenarbeit, die ich mir in den letzten Jahren aufgeladen habe.



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Georg Salvamoser Solar-Energie-Systeme GmbH,
Solar-Fabrik GmbH, Freiburg

Auf UnternehmensGrün wurde ich durch die Medien aufmerksam. Es hat mich angesprochen, daß eine Organisation die Interessen ökologisch orientierter Unternehmer in der Politik und der Öffentlichkeit vertritt. Wer mittel- und langfristig die notwendigen ökologischen Belange in unser wirtschaftliches Handeln einbinden will, muß dies laut und deutlich reklamieren und öffentlich Flagge zeigen.

Deshalb ist die Interessenvertretung UnternehmensGrün ein Muß für mich, da ein einzelner Unternehmer gegen die etablierten Lobby-Organisationen keine Chance hat. Das ökologische Verhalten eines einzelnen fließt an den wichtigen Entscheidungsstellen unbemerkt vorbei. Diesen Zustand gilt es zu ändern. Dazu brauchen wir eine starke Verbandsführung.

Durch meinen Beitritt und meine Aktivitäten bei UnternehmensGrün sehe ich die Möglichkeit, dieses Ziel effizient umzusetzen und ein Gegengewicht zu der etablierten und umweltschutzignorierenden Wirtschaft aufzubauen. Erwähnen möchte ich auch die vorbildliche Unterstützung durch die Verbandsführung, wofür ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken möchte.


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Dr. Christoph Steinhardt
RST Stahlbau GmbH & Co. KG Niederlauer (Bayern)

Von UnternehmensGrün hörte ich das erste Mal im bayerischen Rundfunk, wo über diesen ungewöhnlichen Unternehmerverband berichtet wurde.Da ich mit der Rückständigkeit und Trägheit der etablierten Wirtschaftsverbände unzufrieden war, und mir andererseits die Notwendigkeit zu politischer Einflußnahme in Umwelt- und Wirtschaftsfragen immer klarer wurde, kam ich zu UnternehmensGrün.

UnternehmensGrün ist mein Lieblingsverband, da hier Leute zusammenfinden, die Unternehmer sind, aber dennoch ihre gesellschaftliche und (umwelt-) politische Verantwortung ernst nehmen. Wir haben mit UnternehmensGrün auch ein Sprachrohr und Diskussionsforum der vielbeschworenen "mittelständischen Unternehmer", die in den etablierten Verbänden und Kammern viel zu wenig Gewicht haben, obwohl sie die Mehrzahl der Ausbildungs- und Arbeitsplätze in Deutschland stellen und Gewinne nicht ins steuergünstige Ausland transferieren.

UnternehmensGrün ist ein Lichtblick in der Verbands- und Politikszene, weil dort Visionen für den nicht mehr aufschiebbaren Umbau unserer Gesellschaft entworfen werden. Daran möchte ich mich gern beteiligen.


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Ines Wrusch
Innenarchitektin HAK, Hamburg

"Die Visionen vom humanen Geschäft: Umsatz/Gewinnstreben und soziales Verhalten: Wie schaffen Sie den Spagat?" war der Titel eines Workshops, an dem ich kürzlich teilnehmen konnte.

Die Einsicht, dass es diesen Spagat gar nicht geben muss, verdanke ich auch UnternehmensGrün. Der vermeintliche Konflikt zwischen marktorientierter Selbständigkeit ("... es geht ums Geldverdienen") und verantwortlichem Handeln, das sinnvoll, zukunftsorientiert ist und Spaß macht, löst sich auf. Ich habe es selber in der Hand, muss den Wahnsinn nicht mitmachen und finde bei UnternehmensGrün Menschen, die genau das auch erkennen: Unternehmerinnen, für die verantwortliches Wirtschaften einen höheren Stellenwert hat als nackte Gewinnmaximierung, für die Mitarbeiterinnen nicht nur menschliche Ressourcen sind, für die das Arbeiten etwas mit Lebensfreude zu tun hat.

Teil dieses Netzwerkes zu sein, empfinde ich enorm bereichernd. Der Verband verschafft sich Gehör, mischt sich ein und wirkt mit bei den Weichenstellungen in der Politik. "Ganz oben" gehört zu werden, erfüllt mich mit Zuversicht: Wir können etwas bewegen!

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