Pressemitteilung zu den Vorschlägen
des Parteivorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Fritz Kuhn, zur
Zukunft der Ökosteuer
Unternehmer für Erhöhung der Ökosteuer
Stuttgart, 30. Juli 2001
UnternehmensGrün, der Unternehmerverband zur Förderung sozialen und umweltgerechten Wirtschaftens, spricht sich nachdrücklich dafür aus, den Einsatz von Energie zugunsten der Kosten des Faktors "Arbeit" weiter zu verteuern und die Ökosteuer in den nächsten Jahren maßvoll zu erhöhen.
Der Verband begrüßt die Äußerungen Fritz Kuhns vom Sonntag,
die ein Festhalten an der Ökosteuer durch Bündnis 90/Die Grünen
bekräftigen.
Jan-Karsten Meier, Vorstandsmitglied von UnternehmensGrün, erklärt:
"Diese Klarstellung durch Fritz Kuhn schafft vor der nächsten Bundestagswahl
Planungssicherheit für viele neu gegründete Unternehmen, die mit der
Erschließung regenerativer Energien und von Energieeinspartechniken schon
heute, wenige Jahre nach der Einführung der Ökosteuer, zigtausende
von Arbeitsplätzen geschaffen haben."
Dabei zeige sich bereits jetzt eine - auch von namhaften Wirtschaftsforschungsinstituten
anerkannte - Lenkungswirkung zugunsten einer Reduktion des Einsatzes von fossilen
Brennstoffen und zur Entwicklung benzinsparender Fahrzeuge. Gerade die mehrjährigen
Entwicklungsphasen neuer Techniken verlangten verlässliche staatliche Rahmenbedingungen.
Hierzu leiste die Ankündigung des grünen Spitzenpolitikers Kuhn ein
begrüßenswertes Gegensignal zu populistischen Äußerungen
Gerhard Schröders, des "Kanzlers der Bosse". Gerade die "Bosse"
der umweltbewussten Unternehmen fordern die Bundesregierung auf, die unsinnigen
Befreiungen energiefressender und CO²-freisetzender Industrien abzuschaffen
und
die Ökosteuer weiter berechenbar zu erhöhen. Nicht zuletzt, so Meier
weiter, hätten die steuerforcierten Heizölpreissteigerungen, flankiert
durch die Neufassung der Verordnungen zur Wärmedämmung von Gebäuden,
der mittelständischen Bauwirtschaft und dem Handwerk in schwierigen Zeiten
Auftragsbestände gesichert, ohne die es für diese Branchen düster
aussehen würde.
Abschließend fordert der UnternehmensGrün-Vorstand, die Verwendung der zusätzlichen Steuermittel solle künftig stärker als heute in die Förderung der regenerativer Energien und der Energiespartechniken gelenkt werden.
Jan-Karsten Meier
Vorstand UnternehmensGrün