6 Pfennig pro Liter Benzin sind keine ökologische Steuerreform
Der Unternehmensverband UnternehmensGrün
fordert den durch die neue Bundesregierung versprochenen Aufbruch in eine neue
Zeit
6 Pfennig pro Liter Benzin sind keine ökologische Steuerreform. Nur die
spürbare Verteuerung der Energiekosten -
durch eine deutliche Erhöhung der Mineralölsteuer und die Einführung
einer spürbaren Primärenergieabgabe auf fossile
und nukleare Energieträger - wird eine Lenkungswirkung entfalten und die
Innovationskräfte der Wirtschaft anregen.
Die Mitglieder von UnternehmensGrün - kleine und mittlere Betriebe aus
allen Branchen - werden in ihren Bemühungen
um eine umweltgerechtere Wirtschaftsweise durch die heute gültigen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen behindert
anstatt gefördert. Ganze Branchen - wie z.B. die Solarenergie - haben keine
Chance der Entwicklung.
Gerhard Schröder ist im Wahlkampf angetreten, den Stillstand zu überwinden
und echte Reformen durchzuführen. Nun
braucht es auch den Mut, gegen die Dinosaurierverbände der Wirtschaft,
die sich wie immer als Bremsklotz gegen den
Aufbruch in eine neue Zeit gebären, anzutreten.
UnternehmensGrün ist - im Auftrag seiner Mitglieder - im Wahlkampf für
den Wechsel eingetreten. Wir fordern die neue
Bundesregierung auf, nun auch durch eine wirkliche ökologische Steuerreform
die Rahmenbedingungen für einen
Aufbruch in die Zukunft zu setzen.
Stuttgart, den 13. Oktober 1998
Martina Schwendemann
Geschäftsführerin