Unternehmerverband UnternehmensGrün begrüßt Ökosteuereinigung (25.11.99)
Mit Zustimmung hat der Unternehmerverband UnternehmensGrün auf eine Reihe
von Aspekten der am Dienstag dieser Woche in der Berliner Koalition und mit
dem Bundesland NRW gefundenen Einigung bezüglich der Ökosteuer reagiert.
„Die vereinbarte Vergütung für Photovoltaikstrom von 99 Pfennig je
Kilowattstunde, für Privathaushalte zusätzlich zu den angebotenen
Förderprogrammen, entspricht der kostenorientierten Vergütung, die
erforderlich ist, um dieser zukunftsorientierten Technologie zum Durchbruch
zu verhelfen“, so das Mitglied des Vorstandes von UnternehmensGrün Gottfried
Härle. „Auch die angestrebte Verdoppelung der besonders energieeffizienten
Kraft-Wärme-Kopplung ist ein Schritt in die richtige Richtung“ ergänzt
Vorstandskollege Tarik Tell. „Eine marktkonforme Quote wäre dafür
sicherlich das richtige Instrument“, so Tell weiter. Härle und Tell weisen
aber darauf hin, dass auch die gewerblichen Solarstromanbieter in den Genuss
der vollen Förderung kommen müssen, denn der Solarstrom müsse
im Interesse des Klimaschutzes so schnell wie möglich heraus aus der Öko-Nische
und zu einem starken Eckpfeiler unserer Energieversorgung ausgebaut werden.
Skeptisch beurteilt das aus NRW kommende Vorstandsmitglied Tell den Kompromiss
bezüglich der Steuerbefreiung von hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenkraftwerken.
„Wenn das Energieunternehmen RWE diesen Kompromiss als Bestandsgarantie für
die Alttechnologie Braunkohleverstromung und das hochgradig klimaschädliche
Projekt Garzweiler II ansieht, zeigt das, dass wir noch ein gute Strecke des
Weges vor uns haben.“