Unternehmer fordern ökologische Steuerreform:
Ökosteuern sind der Königsweg
Marktwirtschaft statt Subventionen
Einmal mehr hat sich der BDI mit seiner Stellungnahme gegen eine ökologische Steuerreform als unbeweglicher Bremsklotz gegen überfällige Reformen geoutet.
Deutschland hat ein enormes Innovationspotential. Im Bereich erneuerbarer Energien und der damit verbundenen Energietechnik ebenso wie in der Entwicklung ökologisch orientierter Verkehrs- und Produktions-techniken. Märkte mit Zukunft und neuen Beschäftigungspotentialen. Diese Chancen dürfen nicht verschlafen werden.
Selbstverpflichtungen der Wirtschaft auf der Basis der heutigen politischen
Rahmenbedingungen reichen nicht, denn sie ändern nichts daran, daß
die derzeitige Wirtschaftspolitik die Erschließung dieser Zukunftsmärkte
behindert, indem sie
umweltschädliche Dinosauriertechniken subventioniert, weil externe Kosten
nicht eingerechnet werden müssen.
Die in UnternehmensGrün zusammengeschlossenen Unternehmen setzen auf Marktwirtschaft
statt auf Subventionen: und die ökologische Steuerreform ist ein klassisches
marktwirtschaftliches Instrument, das zu einer korrekten preislichen
Erfassung des Ressourcen-, Energie- und Umweltverbrauches führen wird.
Andere Länder haben längst Ökosteuern eingeführt und es
ist kein Zufall, daß dort die Zahl der Arbeitslosen sinkt!
Kleine und mittlere Unternehmen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft.
Sie sind es, die das Gros der Arbeitsplätze schaffen. Wenn die Bundesregierung
das gesetzte Klimaziel wirklich erreichen will, wenn sie Existenzgründungen
fördern und Arbeitslosigkeit verringern will, führt kein Weg an der
Einführung einer ökologischen Steuerreform vorbei.
28. August 1998
Gottfried Härle,
Brauerei Clemens Härle, Leutkirch
Vorstand UnternehmensGrün